Klaus Thieme
Bruno Eyermann - Medaillen und Plaketten
1. Auflage 2017
212 Seiten, 21 x 29,7 cm, durchgehend farbige Abbildungen, Broschur
Erscheinungstermin: lieferbar
ISBN: 9783866468528
Preis: 49,00 EUR

Bruno Eyermann (1888-1961) war ein bedeutender Vertreter der durch Melchior zur Strassen begründeten Leipziger Medailleursschule, die Dresden (Barduleck, Hörnlein) an Bedeutung übertraf und einen wesentlichen Beitrag zur Erneuerung der Medaille (Lichtwark) in Deutschland leistete.

In fünfzigjährigem Schaffen entstanden weit über 200 Medaillen, Plaketten und Abzeichen in verschiedenen Metallen (Prägung und Guß) und Porzellan.

Als die Kunstwelt ca. 20 Jahre nach Beginn seiner Tätigkeit das besondere Talent Eyermanns zur Herstellung eigenständiger, von sowohl strenger Form als auch erhabener Schönheit und erlesener -Grazie im Sinne eines klassischen Kunstverständnisses gekennzeichneter Medaillen und Plaketten außerordentlich zu schätzen begann, entstand in den 1930er Jahren die Idee der Verzeichnung seiner Werke.

Erst jetzt wurde dieses Projekt nach rund 40-jähriger Sammel- und Forschungstätigkeit realisiert. Die umfassende Beschreibung der metallenen Chronik aus Kaiserreich, Weimarer Republik, Drittem Reich, der Besatzungszeit sowie aus der DDR und seinen letzen Jahren in der Bundesrepublik ist ein Markstein für die Erforschung der deutschen Medaillenkunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und steht repräsentativ für das Gesamtwerk des Leipziger Bildhauers, Medailleurs und Grafikers, der zu den -produktivsten deutschen Medailleuren dieses Zeitraums gehört.

Mit diesem Katalog erhalten Sammler ein großartiges Nachschlagewerk und Kunsthistoriker eine bedeutende Quellensammlung.
 

    
Buchtipp
Deutsche Medaillen
Am Ende des 15. Jahrhunderts wurden in Deutschland neben Münzen in zunehmendem Maße auch Medaillen gefertigt. Im Unterschied zu Münzen handelt es sich bei Medaillen nicht um Zahlungsmittel, sondern vor allem um Erinnerungsgegenstände. Anfangs waren vor allem Medailllen mit Personenabbildungen - sogenannte Gnadenpfennige - verbreitet, später auch mit anderen Darstellungen, zum Beispiel von politischen Ereignissen. Medaillen entstanden teils im Auftrag kaiserlicher bzw. fürstlicher Kanzleien, von Stadträten, kirchlichen Stellen, Privatpersonen etc. oder sie ...